Immer wieder stolpern wir im Internet und auf Firmenwebsites über Unternehmensfilme, die augenscheinlich mit einem Riesenaufwand gedreht wurden.
Da werden Drohnenflüge gestartet, die teuersten eigens erstellten Trickanimationen eingebaut, prominente Stimmen als Sprecher engagiert
– alles nach dem Motto: „Viel hilft viel, und nur ein teurer Film ist auch ein guter Film.“

Der Punkt dabei ist aber:
Auch eine aufwendige und teure Produktion ist noch lange kein Garant dafür, dass ein Unternehmensfilm auch wirklich „funktioniert“!
Denn selbst teure Bilder können den Zuschauer ziemlich schnell langweilen, wenn sie nicht in ein Konzept eingebunden sind, das ihn bei der Stange hält.
Wenn der Betrachter nicht innerhalb der ersten 20 Sekunden „abgeholt“ wird, ist er mit einem kurzen Mausklick wieder weg (und damit vielleicht schon bei der Konkurrenz…)

Geben Sie Ihrem Interessenten einen guten Grund, sich Ihren Film länger anzusehen als nur  eine halbe Minute!

Was ist zu beachten, damit ein Film „funktioniert“?

Beantworten Sie sich dazu zunächst einmal folgende Fragen:

  • Welche Zielgruppe soll der Film ansprechen?
  • Was bezwecke ich mit dem Film genau?
  • Wo (Medium) und in welchem Rahmen soll der Film gezeigt werden?
  • Welchen Nutzen kann der Zuschauer daran haben, sich den Clip anzusehen?
Aus diesen 4 Grundfragen können Sie bereits gut ableiten, warum das richtige Konzept bei einem Unternehmensfilm noch wichtiger ist, als teure Effekte und ein Riesenaufwand bei der Produktion.
Zielgruppe und Zweck gehen bei der Konzeption Ihres Films Hand in Hand. 
Ein Film der Produkte verkaufen soll braucht andere Inhalte als ein Film, der dazu gedacht ist, potenzielle neue Fachkräfte für eine Arbeit in Ihrem Unternehmen zu bewegen.
Ein Produktfilm für  Vertriebspartner benötigt auch andere Informationen als ein Produktfilm für Endkunden.
Eben aus diesen Gründen ist der Versuch wenig sinnvoll, alles zusammen aus Kostengründen als die „eierlegende Wollmilchsau der Unternehmensfilme“ unter einen Hut pressen zu wollen.
So sprechen Sie zwar irgendwie alles an, letztlich aber nichts und niemanden konkret. Solche Filme wirken meistens extrem hölzern und daher ziemlich langweilig.
Das Medium und der Einsatzort sind ebenso entscheidende Aspekte für das Grundkonzept Ihres Films.
Einen Imageclip für die Startseite Ihrer Website aufwendig in 4K Auflösung zu produzieren und auch so online zu stellen, wäre beispielsweise (zumindest aktuell noch) eher kontraproduktiv.
Zum einen aufgrund des technischen „Flaschenhalses“ der meisten DSL-Anbindungen, die eine flüssige Wiedergabe nur seltenst zulassen.
Zum anderen kommt 4K vielleicht auf einer Kinoleinwand gut. Auf klassischen Internet-Wiedergabemedien wie den meisten PC-Monitoren, Tablets und Handys wirken die Bilder aber oft überschärft, mitunter griesig und wenig harmonisch fürs Auge.
Möchte man seinen Film beispielsweise auf einem Messestand zeigen, sollte man sich für ein Konzept ohne gesprochene Texte entscheiden.
Oder möchten Sie in Ihrem Kundengespräch auf dem Messestand ständig gegen den Sprecher des im Hintergrund laufenden Imagefilms ankämpfen?
Sie sehen: Jeder Zweck und Einsatzort hat seine eigenen Gesetze, die individuell berücksichtigt werden müssen, damit Ihr Film bei Ihrem Kunden nicht zur Nervensäge wird. 
Der Zuschauernutzen kann ganz unterschiedlicher Natur sein.
Zum Beispiel servieren Sie Ihren Kunden ganz einfach die von ihm erhofften allgemeinen Informationen zu Ihrer Firma.
Oder Sie geben detaillierte Infos zur Güte und den Vorteilen spezieller Produkte und Dienstleistungen.
Oder Sie zeigen potenziellen neuen Mitarbeitern schon vor dem Vorstellungsgespräch was für ein netter Chef Sie sind und wie schön es ist, ausgerechnet bei IHNEN zu arbeiten.
In allen Fällen gilt: je kürzer, knackiger und auch gerne unterhaltsamer Sie das schaffen, desto besser.
Der Zuschauer wird es Ihnen mit seiner gerne entgegen gebrachten Aufmerksamkeit danken!
Wie kann man es schaffen, diese Aufmerksamkeit aufrecht zu halten?
Das in den meisten Unternehmensfilmen praktizierte Konzept, in dem ein Sprecher zu Bildern von Produktionsprozessen  aus dem „off“ erklärt, wie innovativ und hochqualitativ die Produkte der Firma XY sind, wirkt im Jahr 2014 einfach nur noch hölzern und wird daher für den Zuschauer schnell langweilig. Bei sehr vielen Produktionen könnten Sie ganz einfach das Firmenlogo austauschen und der Film könnte von zig Unternehmen der gleichen Branche nahezu unverändert übernommen werden. Wollen Sie das so, oder doch lieber etwas individueller und spannender?
Dazu gibt es eine Reihe von Tipps und Tricks:
  • Erzählen Sie Geschichten.
    Nichts interessiert Menschen mehr, als Geschichten. Erzählen Sie eine kleine Erfolgsstory aus Ihrer Firma, z.B. wie Sie aktiv ein Kundenproblem lösen konnten.
    Oder drehen Sie doch einen kleinen Spielfilm rund um Ihr Produkt
  • Zeigen Sie Menschen.
    Firmengebäude, Produkte und Technik sind vielleicht manchmal ganz interessant. Aber für den Betrachter ist es spannender, die Menschen und deren Gedanken kennen zu lernen.
    Zeigen Sie sich doch Ihren Kunden und geben Sie Ihren Produkten und Leistungen ein Gesicht!
  • Machen Sie´s anders als andere.
    Bringen Sie doch mal was Unerwartetes. Bauen Sie in Ihrer Story eine unerwartete Wendung ein, zum Beispiel ein plötzlich auftretendes Problem, das von Ihrem Team natürlich bravourös in letzter Minute gemeistert wird.
    Die Leute wollen Helden sehen!
  • Punkten Sie mit Humor.
    Nehmen Sie sich doch einfach mal nicht ganz so Ernst und trauen Sie sich, auch mal unkonventionelle Wege zu gehen. Die Menschheit will unterhalten werden. Genau auf diesem Prinzip basieren die erfolgreichsten Viralclips, die sich teilweise rasend schnell im Internet verbreiten. Humor haben, Provozieren, kreativ sein – heutzutage ist vieles möglich und fast alles erlaubt, was dem Entertainment dient.
  • Kommen Sie auf den Punkt.
    Besonders in Webclips sollten Sie es schaffen, in möglichst kurzer Zeit einen wesentlichen Überblick über Sie und Ihr Geschäftsfeld zu geben. Produzieren Sie lieber mehrere kurze Clips zu verschiedenen Themen, als einen zu langen Clip, der alles auf einmal erschlagen soll.
  • Bauen Sie Spannungsbögen auf.
    Versuchen Sie Ihren Kunden einen Anreiz zum Weiterschauen zu geben, indem Sie die Aufmerksamkeit führen und ihn bei der Stange halten. Sie erreichen das zum Beispiel indem Sie dem Clip eine Handlung geben (Stichwort „Geschichten erzählen“). Spannung kann man aber auch durch die passende Musik oder durch die Einblendung sich fortsetzender Textpassagen erzeugen.
  • Arbeiten Sie mit Emotionen.
    Einer der leider im klassischen Unternehmensfilm nur selten beachteten, aber mitunter wichtigsten Aspekte überhaupt. Das Gehirn sammelt und analysiert zwar Daten und Fakten. Aber die finale Kaufentscheidung wird in letzter Konsequenz immer über das „Bauchgefühl“, die sogenannte emotionale Intelligenz getroffen. Versäumen Sie nicht die wichtige Gelegenheit, dem Zuschauer auch eine Botschaft zu überbringen, mit der er sich persönlich identifizieren kann und die Sie bzw. Ihr Unternehmen einfach auch menschlich und sympathisch macht.
Vielleicht haben Sie ja die eine oder andere Anregung und Erklärung dafür gefunden, wie ein Unternehmensfilm aussehen sollte, damit er beim Betrachter ankommt.
Es wäre doch Schade, wenn das ganze investierte Geld einfach so verpufft, nur weil der schöne teure Film letztlich kein ansprechendes Konzept hat…
Wenn Sie gerne erfahren möchten, wie sich diese Punkte für Ihren persönlichen Unternehmensfilm umsetzen lassen, sprechen wir doch einfach drüber.
Ein schnell umsetzbares und praxiserprobtes Beispiel dafür wäre beispielsweise unser Basisfilm „Chef-Interview“.
Hier können Sie uns schnell und einfach eine unverbindliche Anfrage stellen!